
Die konventionelle IVF, bei welcher die Samenzelle zwar im Reagenzglas, aber auf natürliche Weise in die Eizelle eindringt, stiess bald an ihre Grenzen. Bei mittelschwerer und schwerer Fruchtbarkeitsstörung des Mannes kam auch im Reagenzglas keine Befruchtung der Eizelle zustande. 1992 wurde in Brüssel die IVF-Methode entscheidend weiterentwickelt. Bei der ICSI wird eine einzige Samenzelle mit einer Mikronadel (Innendurchmesser 0,005 mm!) direkt ins Cytoplasma (Zellflüssigkeit) der Eizelle eingespritzt.

Von links fixiert die Haltepipette die Eizelle, von rechts hat die Injektionspipette soeben die zähe äussere Hülle (Zona pellucida) und die Zellmembran der Eizelle durchstochen (Symbolbild, die Samenzelle ist in Tat und Wahrheit noch kleiner). Dieser Vorgang wird für alle reifen Eizellen wiederholt. Die Eizellen wurden am gleichen Tag aus den Eierstöcken der Frau abgesaugt.