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Cycle problems
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Was ist eine "normale" Menstruation?
- Dauer eines Monatszyklus: 21-35 Tage
- Dauer der Monatsblutung: maximal 7 Tage
- Stärke der Monatsblutung: die Blutung ist abnormal stark, wenn sich im
Menstruationsblut Gerinnsel (Blutklumpen) bilden, wenn Sie deutlich über zehn Tampons
bzw. Binden pro Tag brauchen oder wenn Sie nach der Menstruation ungewöhnlich müde sind
(Zeichen von Blutarmut).
Der normale Zyklus der Frau wird vom Zwischenhirn (Hypothalamus)
gesteuert (siehe Bild rechts). Dort wird das Hormon GnRH (Gonadotropin-releasing hormone)
gebildet, welches die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) steuert. Diese
bildet, je nach Zyklusphase, die Hormone FSH und LH,
welche ihrerseits den Eierstöcken Befehle erteilen.
Das Zykluszentrum im Zwischenhirn reagiert sehr sensibel auf Faktoren wie psychischen
Stress, körperlichen Stress, Extremsport, Hunger, Gewichtsabnahme unter ca. 48 kg, aber
auch übermässige Gewichtszunahme. In allen diesen Situationen kann die Monatsblutung
aussetzen (dies bezeichnen wir als Amenorrhoe). Typisch ist z.B. die
Amenorrhoe jüngerer Frauen als Folge der fremden Umgebung bei einem Auslandaufenthalt.
Bei ausbleibender Monatsblutung muss natürlich zuerst eine Schwangerschaft
ausgeschlossen werden.

Oben: Eine
typische und häufige Zyklusstörung der übergewichtigen Frau - sogenannte polyzystische
Ovarien (PCO-Syndrom). Auf dem Querschnitt durch den Eierstock sieht man
zahlreiche kleine Eibläschen unterhalb der Oberfläche. Bei dieser Störung werden im
Eierstock zuviel männliche Geschlechtshormone gebildet und im Fettgewebe zu
"ungesunden" Östrogenen umgewandelt, was den Eisprung unterdrückt. Folgen sind
ausbleibende Menstruation, Kinderlosigkeit, vermehrter Haarwuchs und Akne.
Die beste und einfachste Behandlung der polyzystischen Ovarien ist eine
Gewichtsabnahme, doch auch Medikamente und ein kleiner Lasereingriff an den Eierstöcken
können helfen.
Auch wenn kein Kinderwunsch besteht, ist eine ausbleibende Menstruation ernst zu
nehmen: jüngere Frauen, die weniger als vier Menstruationen pro Jahr haben, können rasch
und früh einen Knochenschwund entwickeln! (siehe Seite Osteoporose)
Blutungsstörungen bei Erkrankungen der Gebärmutter
Verstärkte Monatsblutungen und Blutungen ausserhalb des
Monatsrhythmus (Zwischenblutungen) wecken den Verdacht auf ein Problem in
der Gebärmutter selbst. Diese sind meistens gutartiger Natur (Myome als
Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur, Polypen als Wucherungen der
Gebärmutterschleimhaut).
Bei älteren Frauen, insbesondere bei solchen, die nach längerer Pause wieder Blutungen
bekommen, muss dringend ein Gebärmutterkrebs ausgeschlossen werden.
Bei der Abklärung steht eine Methode im Vordergrund: der Ultraschall
von der Scheide aus (Vaginalsonographie). Diese Methode ist heutzutage sozusagen der
erweiterte Tastsinn des Gynäkologen.
| Normale Gebärmutter: ein birnenförmiges, im Bild
nach rechts gekrümmtes Organ. Die Gebärmutterschleimhaut (zwischen den roten Pfeilen)
stellt sich schön mit drei Linien dar. |
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| Polyp: kleine (hier erbsgrosse) Ausstülpung in der
Gebärmutterhöhle mit häufig grosser Wirkung. Siehe auch die Seite
über Gebärmutterspiegelung im Kapitel Operation. |
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