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In vitro fertilisation (IVF)

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Seit 1978 (Geburt von Louise Brown in England) bekannte Methode zur Vereinigung von Eizelle und Samenzelle im Reagenzglas. Die Methode wurde ursprünglich zur Behandlung von Frauen mit verschlossenen Eileitern entwickelt; sie wird heute aber auch bei mittelschweren männlichen Fruchtbarkeitsstörungen, bei Endometriose und bei Sterilität unklarer Ursache mit Erfolg eingesetzt. Mit dieser Methode wurden weltweit Hunderttausende gesunder Kinder erzeugt. Mutter und Vater sind die biologischen Eltern des Kindes (im Gegensatz zu Samenspende und Adoption), und eine Schwangerschaft nach IVF verläuft grundsätzlich ganz normal.

IVF und ICSI (siehe eigene Seite) sind sogenannte Methoden der assistierten Reproduktion. Bei diesen Methoden spielt die Qualität des Labors eine zentrale Rolle. Unsere Praxis arbeitet deshalb mit dem sehr guten Labor IVF Zürich zusammen (Spital Zollikerberg, Leitung: Dr. Martin Wilding). Alle IVF-Spezialisten und Labors unterstehen dem Schweizer Gesetz für Fortpflanzungsmedizin und damit einer staatlichen Qualitätskontrolle. Für die Eizellgewinnung ist ein ambulanter Aufenthalt von ca. zwei Stunden erforderlich. Die Schwangerschaftsrate beträgt, je nach Ausgangslage, zwischen 20 und 40 Prozent pro Versuch.

Methoden der assistierten Reproduktion werden in der Schweiz, im Gegensatz zu unseren Nachbarländern, im Moment leider nicht von den Krankenkassen übernommen. Pro Versuch entstehen Kosten zwischen 5500 und 8000 Franken.

Oben: Schematische Darstellung der IVF-Methode
(aus Patientenbroschüre von Organon Schweiz)
1.  Durch Hormoninjektionen stimulierter Eierstock mit mehreren Eibläschen
2.  Punktion (Absaugen) der reifen Eibläschen in Kurznarkose von der Scheide aus
3.  Eizelle und Samenzellen im Reagenzglas
4.  Am nächsten Tag: befruchtete Eizelle (Zygote)
5.  Am übernächsten Tag: Embryo im Vierzellstadium
6.
  Transfer des Embryos in die Gebärmutterhöhle (keine Narkose erforderlich)

Überzählige befruchtete Eizellen (Zygoten, Nr. 4 in der obigen Grafik) können auf Wunsch des Paars in flüssigem Stickstoff bei -196 Grad Celsius eingefroren werden (Kryokonservation, oben Bild des geöffneten Lagerungstanks). Damit hat die Frau, wenn sie nicht sofort schwanger wird, beim Auftauen der Zygoten weitere Chancen für eine Schwangerschaft, ohne die ganze Stimulation und Punktion nochmals über sich ergehen lassen zu müssen.

Nach dem Embryotransfer folgen zwei Wochen des Wartens, die von manchen Paaren als die belastendste Zeit der gesamten Behandlung empfunden werden. Anschliessend wird ein Bluttest auf Schwangerschaftshormon durchgeführt.

IVF-Schwangerschaft 10.Woche

Erträumtes Ende einer langen Behandlung: drei Wochen nach dem Embryotransfer zeigt sich in der Gebärmutter eine Einlings-Schwangerschaft mit Baby von 9 mm Länge und eindeutigem Herzschlag. Die Patientin ist schwanger!


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