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Kinderwunsch: Chancen steigern

Der 18. Jahreskongress der European Society of Human Reproduction and Embryology vereinigte 4400 Kinderwunschspezialisten im heissen Wien. Aus der Fülle von Informationen habe ich für Sie grundlegende Zusammenhänge zwischen Lebensführung und Fruchtbarkeit zusammengefasst.

Wenn es nicht gleich "klappt" ...

  • Die fruchtbarste Zeit ist in den sechs Tagen vor dem Eisprung. In dieser Zeit sollte sich ein Paar die Zeit nehmen, mehrmals und lustvoll Verkehr zu haben.
  • Das Maximum der Fruchtbarkeit ist am Tag -2 (zwei Tage vor Eisprung) erreicht, während der Tag des Eisprungs (Tag 0) nicht mehr sehr aussichtsreich ist.
  • Daraus ergibt sich, dass die Urin-Teststreifen zur Feststellung des Eisprungs (LH-Hormon) erst anzeigen, wenn die beste Zeit schon vorüber ist!
  • Rauchen ist eindeutig schädlich, vor allem bei der Frau. Der Einfluss von Alkohol und Kaffee ist hingegen weniger klar.
  • Übergewicht vermindert die Empfängnischancen, selbst wenn der Zyklus der Frau noch regelmässig ist.
  • Das Alter der Frau (über 35 Jahre) bleibt das grösste Problem der Fortpflanzungsmedizin und ist durch Methoden wie IVF und ICSI nicht immer zu lösen! Deshalb soll mit dem Kinderwunsch nicht zugewartet werden.

Eigene Seite: Wichtige Hinweise zur Lebensführung

Unerfüllter Kinderwunsch ohne Erklärung

Eine frustrierende Situation: die ersten Abklärungen haben keine fassbare Ursache ergeben, weder beim Mann noch bei der Frau. 85% der Paare erzielen im ersten Jahr eine Schwangerschaft, von den übrigen 15% wird es bei der Hälfte im zweiten Jahr klappen. Ein solches Paar ist also keineswegs "unfruchtbar", und auch die Experten sprechen nicht mehr von "unexplained infertility", sondern von "unexplained subfertility". Die Fruchtbarkeit pro Monat ist, teils aus unbekannten Gründen, vermindert.

Solche Paare werden in erster Linie mit einer Kombination von Eisprungförderung und Samenaufbereitung behandelt, in zweiter Linie mit In vitro-Fertilisation (IVF).


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