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Dünnschicht-Abstrich
Zeitgemässe Methode der Krebsvorsorge am Gebärmutterhals

Die Dünnschichtmethode zur Krebsvorsorge am Gebärmutterhals ist grundsätzlich eine Weiterentwicklung des klassischen "Krebsabstrichs" nach Papanicolaou. Unsere Praxis wendet seit Anfang 1998 ausschliesslich die neue Dünnschichtmethode an.

Was bleibt gleich?

  • Bei der gynäkologischen Jahreskontrolle werden mit einem kleinen Bürstchen (CytoBrush®) Zellen vom Gebärmutterhals und vom Muttermund entnommen.

Was ist bei der Dünnschichtmethode neu?

  • Das Bürstchen wird nicht mehr auf ein Gläschen ausgestrichen, sondern in ein kleines Gefäss mit Fixierlösung gelegt.
  • Das zytologische Labor verarbeitet die Lösung zu einem Dünnschichtpräparat, in welchem sämtliches Zellmaterial regelmässig verteilt ist. Damit werden bekannte Fehlerquellen der bisherigen Ausstreichmethode eliminiert (ungenügende Zellausbeute, ungenügende Fixation mit dem Fixierspray, Überlagerung und Verklumpung von Zellen).
  • Zusätzlich kann das Abstrichmaterial auf bestimmte Viren (Papillomaviren, HPV) untersucht werden. Für die weitere Behandlung der Patientin ist allerdings allein der Schweregrad der Zellveränderungen massgebend, das Vorhandensein von Papillomaviren gibt lediglich eine Zusatzinformation.

 

papnorm.jpg (18937 bytes) pappath.jpg (14596 bytes)

Normales Bild unter dem
Mikroskop: regelmässige Zellen
mit kleinen Zellkernen.

Schwere Zellveränderungen:
unruhiges Bild, Zellkerne vergrössert.
Operation angezeigt.

"Krebsabstrich" nicht in Ordnung?
KEINE PANIK !

Auch wenn der Krebsabstrich Zellveränderungen zeigt: wenn Sie bisher regelmässig zur Kontrolle kamen, haben wir in jedem Fall genug Zeit, die geeignete Behandlung einzuleiten.

Häufig empfiehlt das Labor eine Wiederholung des Abstrichs bereits nach sechs Monaten. Dies bedeutet noch längst keine Krebsgefahr. Meistens sind natürliche Umbauvorgänge am Gebärmutterhals im Spiel, welche vorübergehend ein etwas unruhigeres Zellbild verursachen.

Bei leichten Zellveränderungen kann grundsätzlich zugewartet werden; der Krebsabstrich wird dann in der Regel ebenfalls alle 6 Monate wiederholt.

Mittelschwere und schwere Zellveränderungen werden im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs im Spital entfernt. Dabei wird mit einem modernen Lasergerät oder mit der Hochfrequenz-Elektroschlinge das betroffene Gewebe schonend kegelförmig ausgeschnitten (Konisation, Ringbiopsie). Mit diesen neueren Operationstechniken wird wenig Gewebe zerstört, so dass spätere Schwangerschaften meist völlig normal ablaufen. Nur bei Frauen, welche ganz sicher keine Kinder mehr haben wollen oder können, kommt auch die Entfernung der gesamten Gebärmutter in Betracht.

Patientinnen mit Spital-Zusatzversicherung können von mir in einer der Zürcher Privatkliniken mit einer der obigen Methoden operiert werden.


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