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IVF still legal in Switzerland

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Am 12. März 2000 wurde die FMF-Initiative, welche ein vollständiges Verbot der Zeugung ausserhalb des Mutterleibs forderte, von den Schweizer Stimmberechtigten mit über 71% Nein-Stimmen abgelehnt.  Damit sind die in vitro-Fertilisation (IVF) und ihre Weiterentwicklung ICSI (intracytoplasmatische Spermieninjektion) weiterhin erlaubt. Schweizerinnen und Schweizer entschieden sich klar und deutlich gegen ein extremes Verbot und für die Freiheit, diese Behandlungsmethoden in Anspruch zu nehmen oder nicht. Mit demselben Stimmenverhältnis wurde übrigens 1992 der Verfassungsartikel 119 über Fortpflanzungsmedizin angenommen.

Stellenwert von IVF und ICSI heute

  • In der Schweiz ist jede 6. Ehe ungewollt kinderlos. Zwischen 60% und 80% dieser Paare kann bzw. könnte medizinisch geholfen werden.
  • Bereits kommen 3 bis 4% aller Geburten dank Kinderwunschbehandlung zustande, pro Jahr also etwa 2500 von 80'000 Geburten. 400 dieser Kinder sind dank IVF bzw. ICSI entstanden.
  • Weltweit wurden über 3 Millionen Kinder nach IVF/ICSI geboren. IVF zählt seit 1978 und ICSI seit 1992 zum medizinischen Alltag.
  • Es gibt kein Recht auf ein Kind, wohl aber ein Recht auf medizinische Behandlung - wie bei jeder anderen Krankheit.



    IVF ist heute Alltag - jeden Tag kommen
    in der Schweiz ein bis zwei
    mit IVF bzw. ICSI gezeugten
    Kinder zur Welt.

Wo steht die Schweiz?

Das Gesetz über Fortpflanzungsmedizin (FMedG) ist seit Anfang 2001 in Kraft. Es brachte eine im europäischen und amerikanischen Vergleich sehr strenge Regelung von Kinderwunschbehandlungen. Umstrittene Methoden wie Leihmutterschaft, Eizell- und Embryonenspende sowie Embryonenforschung sind verboten. Die IVF-Labors müssen eine kantonale Bewilligung anfordern und jährlich über ihre Erfolgszahlen berichten. Es werden keine "überzähligen" Embryonen produziert und gelagert. Pro Behandlungszyklus dürfen höchstens drei Embryonen entwickelt und zurückgegeben werden.


Top of page / © M. Singer, M.D., Zurich, Switzerland / Zu Deutsch wechseln