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Impfung gegen Schweinegrippe (Stand Dezember 2009)

Die Pandemie scheint in der Schweiz ihren Höhepunkt überschritten zu haben; das im Moment relativ harmlose Virus könnte aber jederzeit zu einer gefährlicheren Variante mutieren. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt nach wie vor allen Schwangeren, Wöchnerinnen und erwachsenen Personen, die mit Säuglingen engen Kontakt haben, sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Die Ärzte von «Gyné am See» stehen hinter dieser Empfehlung, weil Daten der WHO gezeigt haben, dass Schwangere ein deutlich höheres Infektionsrisiko und auch häufiger schwerere Verläufe haben, wenn sie an Schweinegrippe erkranken.

Der für Schwangere und Wöchnerinnen vorgesehene Impfstoff «Focetria®» der Schweizer Firma Novartis besteht aus zwei Komponenten, den abgetöteten Viruspartikeln und einem Impfverstärker (Adjuvans). Die Herstellung der Viruspartikel erfolgt nach einem identischen Verfahren, das seit Jahrzehnten bei der saisonalen Grippe angewendet wird und kann auch für Schwangere als sehr sicher angesehen werden. Der Impfverstärker wurde im Zusammenhang mit der saisonalen Grippe an rund 2 Millionen Schwangeren getestet und kann ebenfalls als sehr sicher eingestuft werden. Das Adjuvans enthält kein Quecksilber. Focetria® gilt deshalb für Schwangere als unbedenklich und wurde von der Schweizer Pharmabehörde Swissmedic für die Verwendung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zugelassen.

Einfache Schutzmassnahmen gegen Ansteckung

  • Husten und Niesen in Papiertaschentücher oder in Ellenbeuge (nicht in die Handfläche).
  • Grosse Menschenmengen meiden.
  • Auf Küsschen mit Bekannten verzichten.
  • Hände nach Körperkontakt mit Alkohol desinfizieren.
  • Abstand zu Kranken wahren (mindestens einen Meter).
  • Auf Reisen in stark betroffene Länder wie Grossbritannien verzichten.

Persönliche Anmerkungen

Die Schweinegrippe und ihre sicher übertriebene mediale Aufarbeitung zeigen, welchen Stellenwert rechtzeitig durchgeführte Impfungen haben. Hoffentlich wird dies in einem traditionell impfskeptischen Land wie der Schweiz zu einem Umdenken führen. Das H1N1-Virus ist im übrigen verwandt mit dem Virus der grossen Pandemie von 1918, an deren Folgen für die Zürcher Soldaten das Wehrmännerdenkmal auf der Forch erinnert. Nach bisherigen Erkenntnissen ist das aktuelle Virus aber deutlich harmloser als das Virus von 1918.


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