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GeburtDie Geburt ist ein prägendes Ereignis für alle Beteiligten. Moderne Geburtshilfe ist in der Lage, das Risiko für Mutter und Kind auf ein Minimum zu senken und die Geburtsschmerzen in jeder Situation zu lindern oder ganz zu eliminieren. In der individuellen Atmosphäre einer Privatklinik finden Sie Geborgenheit und haben die Spitzenmedizin doch jederzeit abrufbar (Narkosearzt, Periduralanästhesie, Notfall-Kaiserschnitt, Kinderarzt). Wann soll ich in die Klinik eintreten?
Falls Sie unsicher sind, rufen Sie jederzeit die diensthabende Hebamme an. Sobald Sie sich auf den Weg in die Klinik machen, werde ich telefonisch benachrichtigt.
SchmerzlinderungGeburtswehen sind schmerzhaft, aber keine Schwangere kann voraussagen, wie gut sie die Wehen wird "verarbeiten" können. Allgemein empfehle ich, ohne allzu feste Vorsätze in die Geburt hineinzugehen (ich will auf keinen/jeden Fall dies oder jenes). Viele Gebärende berichten nämlich, dass die Geburt ganz anders wurde als erwartet (dies heisst nicht unbedingt schlimmer!). Möglichkeiten der Schmerzlinderung
Oben: Teilnarkose (Periduralanästhesie, PDA). Einführen der Nadel (rot) zwischen den Dornfortsätzen der Rückenwirbel in den Raum um den Rückenmarksack (gelb). Der Narkosearzt desinfiziert die Rückenhaut und setzt eine örtliche Betäubung als Vorbereitung für eine Periduralanästhesie. Teilen Sie der Hebamme mit (nicht zu spät!), wenn Sie eine Schmerzlinderung brauchen! Welche Art Schmerzlinderung in der momentanen Situation die beste ist, wird Ihnen die Hebamme empfehlen; sie wird bei Bedarf jederzeit mit mir Rücksprache nehmen. Haben Sie Angst vor Ihrer Geburt? Sprechen Sie mich bitte bei der nächsten Kontrolle unbedingt darauf an! Ich werde alles versuchen, um Ihnen die Angst zu nehmen. Entspannungsbad - WassergeburtLauwarmes Wasser wirkt entspannend und schmerzlindernd; der Auftrieb im Wasser trägt den Körper der Gebärenden. In der Eröffnungsperiode des Muttermundes ist ein Bad deshalb häufig von Vorteil. Wenn bestimmte geburtshilfliche Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Gebärende auch für die folgende Austreibungsperiode (Presswehen) und die Geburt selbst im Wasser bleiben. Die Wassergeburt ist risikolos, wobei einige Regeln beachtet werden müssen. Das Kind kann nicht ertrinken, weil das Signal zum ersten Atemzug erst gegeben wird, wenn die Gesichtshaut mit Luft in Berührung kommt. Deshalb wird das Kind vollständig unter Wasser entwickelt und dann aus dem Wasser gehoben. GebärhaltungAuch hier gilt: keine festen Vorsätze, sondern aus der Situation heraus die bequemste Stellung wählen. Es gibt viele Möglichkeiten:
DammschnittIn der letzten Geburtsphase wurde früher fast routinemässig der Damm seitlich eingeschnitten, um den Durchtritt des kindlichen Köpfchens zu beschleunigen und zu erleichtern. Dieser Dammschnitt (Episiotomie) wird heute viel selektiver eingesetzt:
Ärzte wie Hebammen sind in den Kliniken, in denen ich arbeite, durchwegs bestrebt, durch sorgfältigen Dammschutz möglichst ohne Dammschnitt auszukommen. Sollte dabei ein kleiner Dammriss auftreten, so heilt dieser mindestens so gut wie ein Schnitt. Wenn doch ein Dammschnitt notwendig ist und der Damm lang genug ist, bevorzuge ich den Dammschnitt in der Mitte (mediane Episiotomie), weil er weniger Schmerzen verursacht als der Dammschnitt zur Seite hin.
Oben: Das Köpfchen tritt durch den Damm durch. Der Dammschutz besteht darin, das Köpfchen mit einer Hand zu bremsen und den Damm mit der anderen Hand und einer Gazekompresse zu stützen. In dieser Phase ist der Damm maximal angespannt, und die Gebärende wird angeleitet, nicht mehr stark zu pressen und nur noch zu hecheln. Sollte ein Dammschnitt notwendig werden, so wird er in der Regel in der Mitte, entlang der roten Linie, durchgeführt (siehe vorherigen Abschnitt). Saugglocken- und ZangengeburtIst der Muttermund vollständig eröffnet und das kindliche Köpfchen fast geboren, kann die Geburt mit einem Instrument "beendet" werden. Dies ist bei zu langsamen Herztönen des Kindes oder bei Erschöpfung der Mutter sinnvoll. Entweder mit der Saugglocke (Vakuum) oder mit der Zange (Forceps) wird schonend am kindlichen Köpfchen gezogen, bis es geboren ist und der übrige Körper normal entwickelt werden kann. Angst vor Saugglocke und Zange sind unbegründet; die Kunst der Geburtshilfe besteht darin, diese Instrumente gezielt, ohne Gewalt und ohne Schaden von Mutter und Kind einzusetzen. Bilder zu Saugglocke und Zange finden Sie auf der Seite über Geburtsablauf. WochenbettDas Wochenbett (die ersten sechs Wochen nach der Geburt) ist eine intensive Zeit der Anpassung und Rückbildung. Gönnen Sie sich etwas Ruhe und Erholung, verschicken Sie die Geburtskärtchen nicht zu früh, schicken Sie zu lange bleibende Besucher höflich nach Hause! Etwa drei Tage nach der Geburt setzt die Produktion der Muttermilch voll ein (sog. Milcheinschuss). In dieser Zeit sind die Wöchnerinnen häufig traurig, reizbar, weinen wegen Kleinigkeiten. Dieser sogenannte Baby-Blues ist eine absolut normale Erscheinung und hängt wahrscheinlich mit der hormonellen Umstellung zusammen. Wie lange soll man im Spital bleiben? Nach einer normalen Geburt ca. 4-6 Tage, nach einem Kaiserschnitt etwa eine Woche. Insbesondere nach der ersten Geburt soll man die Gelegenheit nutzen, von den Wochenbettschwestern möglichst viele Tips zum Stillen und zur Säuglingspflege zu erhalten. Die Schlusskontrolle in der Praxis empfehlen wir sechs bis acht Wochen nach der Geburt; bei dieser Gelegenheit wird wieder der Krebsabstrich vorgenommen und die Empfängnisverhütung besprochen (siehe Kapitel Gynäkologie). |
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